1. Schultag

Ferien vorbei, der Erst des Lebens beginnt wieder!

Während es bei Kind2 ja eigentlich nahtlos weiter geht in die 2. Klasse- gleicher Klassenraum, gleicher Klassenlehrer, nur ein paar neue Schüler mehr- ist für Kind1 alles anders!

Kind1 ist jetzt nämlich Gymnasiast, seit heute.
Ach Du Schande, wo ist nur die Zeit geblieben??
Er hat sich in den Ferien kaum Gedanken um Schule gemacht, aber man hat hin und wieder schon mal gemerkt, dass ihn die Veränderung gestresst hat. Er war oft gereizt und schnell wütend, was mir aber schon vorher klar war.

Heute Morgen, als es ernst wurde, fielen ihm die wichtigen Dinge ein, die er bisher nicht gefragt hat. Und das wichtigste war:
„Mama, das ist eine neue Schule, woher soll ich denn die Regeln kennen? Ich weiß doch gar nicht, wie es da läuft?“

Da konnte ich ihn beruhigen- einen Teil der Regeln hat er sogar in einer Mappe bekommen, und alles andere wird vermutlich nicht viel anders sein als an der Grundschule. Und außerdem würde man das an der Schule sicherlich besprechen!

„Ja, aber was, wenn ich die neuen Regeln vergesse und etwas falsch mache?“
Kind1, dann benutzt Du Deinen ordentlich vorhandenen Verstand und überlegst: Sollte man dieses oder jenes tun? Oder lässt man es lieber? Und wenn man es gar nicht weiß, dann fragst Du eben nochmal nach. DU SCHAFFST DAS!!

Nach einer Weile war er überzeugt, dass die neuen Regeln höchstwahrscheinlich schaffbar sein werden, blieb nur noch die Angst, sich im Gebäude zu verlaufen. Oh, und sich die Namen der Mitschüler NIE merken zu können.
Nach viel gutem Zureden und erklären (wobei er mittendrin schon irgendwann meinte- JAAA, ich habs jetzt verstanden!!!) war er auch entspannt genug, dass wir losfahren konnten.

Die anderen Kinder auf dem Schulhof waren genau so aufgeregt wie Kind1, wollten genau so wenig fotografiert werden, wollten einfach nur in ihre Klasse geführt werden, damit die Spannung ENDLICH nachlässt. Kind1 war gereizt und wollte nicht reden, drehte sich von mir und anderen weg.

Dann kam die Lehrerin und ich zeigte dem Sohn, wie sie aussah. Sie hatte eine andere Haarfarbe, beinahe hätten wir sie nicht erkannt. Aber als er wusste nach wem er gucken musste wurde es besser. Es klingelte (Er kicherte: „Mama, die Klingel hört sich an wie ein Wecker, der etwas schwächlich ist!“), die Lehrer riefen ihre Klassen, und alle gingen zusammen hinein. Kind1 sagte kaum hörbar noch schnell tschüss, und weg war er.

Beim Abholen fand ich einen breit grinsenden Jungen vor, und auf die Frage, wie es denn gewesen sei, kam die Antwort auf die bekannte ausführliche Art des Sohnes: „SUUUUUUPER!!!“

Er hat sogar Jungs gefunden, die die gleichen Interessen teilen (Was bei seinen Spezialinteressen zum Glück nicht so schwer ist- gut, dass er sich nicht Meteorologie oder Batterien als Thema ausgesucht hat!!!), und bei denen denkt er, dass er mit ihnen zurecht kommen wird.

Die Lehrerin scheint nett zu sein, sagt er (das deckt sich mit meinem Eindruck, aber Schüler und Eltern sehen das ja oft auch gerne anders 😉 ), die Klasse mache einen guten ersten Eindruck.

Alles wird gut.

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