Ärzte verwirren und anderes

Als ich heute die Unterlagen fürs Jugendamt ausgefüllt habe (das Jugendamt ist bei Kindern für die Bewilligung von Autismustherapie zuständig) ist mir eine kleine Begebenheit von unserem Aufenthalt im Kinderneurologischen Zentrum eingefallen, über die ich immer wieder schmunzeln muss.

Wir waren zusammen im Gespräch bei den Fachleuten, Kind1, der Gatte und ich. Kind1 sollte etwas erzählen, was er auch tat. Und dann sagte er: „Die Mutter sagt immer….“

„Moment!“ rief die eine Ärztin dazwischen. „‚Die Mutter‘? Wer ist denn ‚die Mutter‘?“

Kind1 guckte sie verständnislos an, deutete auch mich und sagte: „Na, die Mutter eben!“

Verwirrt guckte mich die Ärztin an und ich erklärte, dass es sich irgendwann eingebürgert hatte- wie auch immer- dass wir uns nur noch mit Bezeichnungen und Spezifikationen anreden würden. Die Mutter, der Vater, die Tochter, der Sohn. Letztere gerne „Sohn, groß“ , oder „Sohn, klein“. Hin und wieder auch schon mal „Sohnkommagroß“ und „Sohnkommaklein“.  Uns würde das aber quasi gar nicht so auffallen, weil wir das eben ständig machen.

Ich glaube, damit war allen klar, dass wir durchaus alle an der richtigen Adresse waren, nicht nur Kind1, und der verwirrte Blick der Ärztin sprach Bände 😉

Achja, das Jugendamt. Davon wollte ich ja auch noch berichten!

Um die Autismustherapie bewilligt (und bezahlt) zu bekommen, müssen wir uns ans Jugendamt wenden. Die begutachten alles und entscheiden, ob Kind1 eine Therapie bekommt oder nicht. Mit der bestehenden Diagnose ist es aber schon beinahe klar, dass das alles auch bewilligt wird.

Weil ich aber nicht wusste, wie das alles so vonstatten geht, habe ich mich zuallererst an ein Autismustherapiezentrum gewendet. Dort hat man mir dann gesagt, dass man mir Unterlagen zuschicke, die ich an das Jugendamt senden soll.

Gesagt, getan, die Unterlagen waren sehr schnell da. Ich füllte aus, suchte im Internet die Adresse des Jugendamtes in der Stadt, versandte den Brief und wartete. Und wartete. Und wartete.

Ein bisschen unruhig wurde ich,aber hey, es ist eine Behörde, die haben zu tun, vielleicht dauert es einfach?

Und dann bekam ich irgendwann einen Anruf. Meine Unterlagen seien nun eingetroffen. Ich hatte sie an das falsche Jugendamt geschickt. Es gibt in der gleichen Stadt ein Jugendamt für den Stadtbezirk und eines für den Kreis. Das Stadt-Jugendamt hat meine Unterlagen dann an das Kreis-Jugendamt weitergeleitet, und bis es endlich bei der richtigen Sachbearbeiterin angekommen war hat es eben gedauert.Uff.

Vor einer Woche hatte ich den Termin zum Gespräch, und ich bin ganz begeistert- die Sachbearbeiterin ist großartig! Sehr nett, und ich habe auch das Gefühl, dass sie wirklich weiß wovon sie spricht.

Ich werde ihr morgen die komplettierten Unterlagen bringen, und dann bin ich gespannt wie es weiter geht. Ist ja alles neuland für uns… Spannend, spannend!

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Ärzte verwirren und anderes

Ein Gedanke zu “Ärzte verwirren und anderes

  1. Die Nachbarin😉 schreibt:

    Haha, alles klar „Frau Nachbarin“ 😅. Kann ich mir vorstellen, dass die blöd geguckt haben😁.
    Das mit der Sachbearbeiterin vom Jugendamt kann ich wirklich bestätigen. Sehr nett und sehr kompetent👍. Ich hatte ja auch bereits das Vergnügen😊. Schön, wenn jemand auch ohne große Erklärungen weiß worum es geht und was los ist.
    Schöne Grüße von nebenan 😘.

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