„Wann darf ich endlich anfangen, Mama?“

Nach einigem Hin und Her und verschollenen Emails und überhaupt großem Allesdoof habe ich tatsächlich beschlossen, auf mein Buchgefühl zu hören und Kind1 nicht ins ATZ umme Ecke zu schicken.

Nach einer kurzen Mail an das andere ATZ bekam ich wenige Minuten später die erste Antwort, und schon bald hatte ich einen Termin, damit man dort so viel wie Möglich über Kind1 erfährt, um ihm helfen zu können.

WOW! Im ersten ATZ hat mein Gesprächspartner nicht einmal nach Kind1 gefragt.

Der Termin war gestern morgen, und ich war ein klein bisschen Nervös (weil alles neu und wuaaah, ich bin noch nie da gewesen und kenne die Leute nicht!!!!!!!!). Dass  ich eine Kopie des Diagnoseschreibens von Kind1 mitbringen sollte,die ich aber erst mal nicht fand, machte es nicht besser…

Ich suchte im Ordner, in dem ALLES drin war, jedes Fitzelchen Kommunikation mit dem Kinderneurologischen Zentrum- nur die Diagnose war nicht drin. Gnarf. Nach einer halben Stunde war ich schon ziemlich panisch, aber es reifte ein Plan B in meinem Kopf heran. Das Schreiben mit der Diagnose war ja die Kopie dessen, was der Kinderarzt bekommen hat. Das müsste bei ihm ja in den Unterlagen sein. Dort könnte ich sicher eine Kopie bekommen.

Grade als  ich das beschlossen hatte fiel mir das gesuchte Schreiben in die Hände. Es war bei der Literatur zum Thema Autismus… klar. Wo auch sonst… o.O (Aber…WARUM????)

Gut, das Original hatte ich ja schon mal, ich sollte aber eine KOPIE mitbringen. Also die Nachbarin gefragt, die ich gerne mal für Notkopiersituationen missbrauche 😉 Aber ihrGerät war kaputt. Logisch.

Also überlegen wo ich kopieren kann. Es muss vor 9 geöffnet haben, denn um 9 war ja schon der Termin. Mir fiel ein Laden ein, zu dem ich hinfuhr- und der Kopierer war kaputt! Yeah!

Zum Glück konnte er schnell repariert werden, und ich bekam meine Kopien. Direkt mal in dreifacher Ausfertigung, damit ich beim nächsten Mal schon die Kopien habe ^^

Ich konnte dann gemütlich zum Termin fahren, und hatte noch Puffer, ein paar Minuten im Auto zu sitzen und etwas runterzukommen. Mental auf „NEU-NEU-NEU-NEU!!!“ vorzubereiten.

Drinnen war ich dann trotzdem ziemlich aufgeregt, was ich auch direkt sagte, weil es sonst eh aufgefallen wäre, ich zerreiße mir ja immer meine Hände… Aber „Ach, da gibt es doch keinen Grund zu! Wir tun hier keinem was!“ Sehr schön 😉

Es war dann auch wirklich, wirklich Klasse.  Ich sollte über Kind1 berichten, die ATZ-Leiterin stellte Fragen, wir erzählten uns gegenseitig etwas, es war richtig angenehm. Und schon nach ganz, ganz kurzer Zeit war ich Sicher die richtige Wahl getroffen zu haben.

Vermutlich wird Kind1 in etwa einem Monat schon mit der Therapie anfangen können, ich habe den Therapeuten schon kurz kennenlernen können. Oh, und ob Kind1 Angst vor Hunden hätte? Jaaaaaaa, sehr, antwortete ich, wir haben bisher nicht viele gute Erfahrungen mit Hunden machen können. „Sehr gut!“ sagte die Leiterin und rieb sich grinsend die Hände, „dann kommt das mit auf den Therapieplan!“ Es gibt nämlich 3 Therapiehunde dort, Kind1’s Therapeut hat einen davon. Der kam mich auch direkt mal besuchen (der Hund), kam ganz vorsichtig auf mich zu, schnupperte meine Hand, leckte einmal sanft daran, und zog sich leise zurück. Ich denke, Kind1 wird seine Freude mit dem süßen Hund haben.

Zu Hause berichtete ich am Nachmittag dem Kinde, was alles besprochen wurde. Meine Begeisterung merkte er mir sehr schnell an, und es färbte ab.

Dass das ATZ bei ihm jetzt schon ungesehen absolut gewonnen hat, hat aber auch noch einen anderen Grund… als ich nämlich die schlechte Grapho- und Feinmotorik während des Gespräches erwähnte sagte die ATZ-Leiterin SOFORT, dass ihm dann ein Laptop für die Schule zustehe…

Jetzt kann Kind1 es kaum noch erwarten, endlich zur Therapie gehen zu dürfen! ^^

Nagut. Nicht nur wegen des Laptops.

Wir haben uns heute Abend noch darüber unterhalten, was da so mit ihm passiert. Und was das Ziel der Therapie ist- nämlich dass er lernt, mit seinen Besonderheiten umzugehen, für sich gut zu sorgen, zu merken, wann er was braucht, es formulieren können. Und darauf freut er sich auch. Denn er will sich ja gerne helfen, aber es klappt nunmal nicht immer.

Aber bald, dann, hoffentlich.

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„Wann darf ich endlich anfangen, Mama?“

2 Gedanken zu “„Wann darf ich endlich anfangen, Mama?“

  1. Oh, das sind ja tolle Neuigkeiten! 🙂 Wirst du darüber weiterhin hier auf dem Blog berichten? Ich bin nämlich schon ganz gespannt, wie es Kind1 im ATZ gefallen wird und was die Therapeuten dort alles mit Kind1 machen werden. 🙂

    Liebe Grüße,
    Nadine

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    1. Ich werde versuchen es aufzuschreiben, aber Kind1 ist immer sehr…äh…detailliert in seinen Beschreibungen… Also, wenn ich frage: Was hast Du gemacht? , dann bekomme ich eine ein-Wort-Antwort… ^^
      Aber ich bin auch sehr neugierig was gemacht wird.

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